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Digitalisierung

Das Thema „Digitalisierung“ ist für ORBIT als IT-Dienstleister alles andere als neu. Schon seit 1985 sind wir Teil dieses Prozesses: Wir unterstützen das Kerngeschäft unserer Kunden, indem wir z. B. die IT-Infrastruktur aufbauen und pflegen oder Software zur Abwicklung von Geschäftsprozessen entwickeln und implementieren.

Seit einiger Zeit hat der Prozess der Digitalisierung jedoch eine neue Stufe erreicht, die vielfach als „digitale Transformation“ bezeichnet wird. Sebastian Frechen, Leiter Marketing & Business Development, erläutert die Tragweite der digitalen Transformation für ORBIT.

Sebastian, was ist eigentlich genau gemeint mit „digitaler Transformation“?

Bei der digitalen Transformation geht es nicht mehr nur um die digitale Unterstützung des Kerngeschäftes der Unternehmen, sondern darum, das Geschäftsmodell und die wertschöpfenden Prozesse selbst zu digitalisieren. Dadurch können Effizienzsteigerungen und Kostenreduktionen erreicht werden, aber der Ansatz ist viel weitreichender: Wenn z. B. die Schnittstelle zum Kunden neugestaltet wird, erhält das Unternehmen vielleicht eine viel umfangreichere neue Datenbasis und kann ganz neue Geschäftsfelder erschließen. Die digitale Transformation hat damit das Potenzial, das Kerngeschäft des Unternehmens zu erweitern oder zu verschieben.

Digitalisierung des Kerngeschäfts – kannst du ein konkretes Beispiel nennen?

Ein bekanntes Beispiel aus dem Consumer-Bereich ist die Firma Vorwerk: Durch die Verbindung des Thermomix mit dem Internet hat Vorwerk neue, smarte Möglichkeiten, mit seinen Kunden zu kommunizieren und – über den bloßen Kauf des Kochtopfes hinaus – Kundendaten zu erfassen, Konsumenten-Bedürfnisse zu ermitteln und auf dieser Basis neue Services zu entwickeln und zu vermarkten. Das Kerngeschäft besteht nicht mehr nur in der Produktion eines Kochgerätes. Vielmehr entwickelt sich Vorwerk zu einem Service-Anbieter rund um die Themen Kochen und Ernährung.

Wo stehen deutsche Unternehmen heute bei der digitalen Transformation?

Die großen Unternehmen aus allen Branchen haben erkannt, dass sie nicht mehr nur mit den vertrauten Mitbewerbern konkurrieren. Der Wettbewerb ist längst global und aus internationaler Perspektive gehören deutsche Unternehmen nicht unbedingt zur digitalen Avantgarde. Eine unberechenbare Konkurrenz erwächst zudem aus Startups mit innovativen, digitalen Produkten und Services, die das Kerngeschäft – und damit die Wettbewerbsfähigkeit – der etablierten Konzerne angreifen.

Viele große Unternehmen investieren in Innovation Labs, kreative Arbeitsgruppen, die das Potenzial der digitalen Transformation ausloten. Eine andere Strategie besteht darin, Plattformen für Startups zu schaffen und so an neue Geschäfts- und Produktideen anzudocken, bevor sie zu einer ernsten Konkurrenz werden.

Die Kunden von ORBIT kommen aber doch eher aus dem Mittelstand …

Ja richtig, und da ist eine Meta-Studie zum Thema „Digitalisierung im deutschen Mittelstand“ interessant, die 2017 im Rahmen der Bundesinitiative Mittelstand 4.0 von der Business School Berlin herausgegeben wurde. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es in den deutschen Mittelstandsunternehmen zwar ein starkes Bewusstsein gibt für die Notwendigkeit des digitalen Wandels, die Umsetzung entsprechender Maßnahmen aber eher zögerlich vorangeht.

Dieses Resultat entspricht auch unseren Erfahrungen und Beobachtungen: Die digitale Transformation mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und Konsequenzen steht nicht unbedingt im Fokus der Aktivitäten mittelständischer Unternehmen. Und darin liegt durchaus eine Gefahr. Denn angesichts der schnellen Entwicklung digitaler Technologien ist ein aktuell gut laufendes Geschäft allein kein Garant für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.

Gibt es einen Ansatzpunkt für die digitale Transformation, den auch kleinere Unternehmen nutzen können?

Einen Hebel für die Digitalisierung des Kerngeschäfts bilden die rasant wachsenden Möglichkeiten von Data Analytics: Unternehmensdaten sind ein großer Schatz, der in vielen Unternehmen noch nicht gehoben ist. Durch die Analyse und Auswertung großer Datenmengen, die im Unternehmen bereits vorhanden sind, lassen sich Arbeits- und Produktionsprozesse, das Management und die Schnittstelle zum Kunden verbessern. Besonders das viel genauere Verständnis individueller Kundenbedürfnisse bahnt den Weg für neue Geschäftsideen.

Welche Rolle spielt die IT-Abteilung der Unternehmen in diesem Prozess?

Die IT-Architektur im Unternehmen bildet die technische Basis der digitalen Transformation. Darüber hinaus können die ITler mit ihrem technischen Knowhow und Weitblick, aber auch mit ihrer Erfahrung als Dienstleister im Unternehmen zum Impulsgeber der digitalen Transformation werden – und dies umso wirkungsvoller, je enger sie mit den Fachabteilungen kooperieren.

Im Hinblick auf diese notwendige Zusammenarbeit wird schon deutlich: Grundsätzlich ist der Prozess der digitalen Transformation weit mehr als ein reiner IT-Prozess. Entscheidende Faktoren sind die Unternehmenskultur und -strategie, die Finanz- und Personalressourcen und nicht zuletzt die Risikobereitschaft des Unternehmens.

Zuletzt noch eine persönliche Frage: Welches digitale Produkt oder welchen digitalen Service nutzt du privat besonders gern?

Netflix! Ich genieße es sehr, wo und wann auch immer meine Lieblingsserien anschauen zu können. Und gerne auch Städte- und Länder-Dokus zur Vorbereitung meiner eigenen Reisen.

Vielen Dank für dieses Gespräch, Sebastian.

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Sebastian Frechen

Leiter Marketing & Business Development

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